Freitag, 15. Februar 2013

Aus dem Lexikon der erklärugsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene der Nähwelt

Mug Rug, der: neudeutsch für Tassenteppich oder schlicht und ergreifend Untersetzer: Ein Mug Rug ist ein kleines Stück Stoff, das unter die heiße Kaffetasse gestellt wird, um den Tisch vor Flecken zu schützen. Anders als eine ordinäre Bierpappe oder ein Korkuntersetzer, bietet ein Mug Rug zusätzlich Platz für ein kleines Stück Gebäck zum Kaffee. So vermeidet man nicht nur Kaffeeflecken, sondern auch Kekskrümel auf dem Tisch/den Unterlagen für die Uni/der Zeitschrift.
Mug Rugs werden für gewöhnlich von Hobbyschneiderinnen angefertigt, die sich den Patchwork Virus eingefangen haben. Im Zuge der Herstellung wühlen sie in ihren Stoffkisten, suchen unterschiedlichste passende Stoffe raus und zerschneiden diese in kleine Stücke, nur um sie dann wieder zusammen zu nähen.
Es wird ausdrücklich davor gewarnt, selbst einen Mug Rug anzufertigen, da die Suchtgefahr sehr hoch ist und Spätfolgen von erhöhter Mug Rug-Herstellung noch nicht erforscht sind.


Die beiden hier abgebildeten Exemplare wurden eigens angefertigt, um der Mutter der Autorin geschenkt zu werden. Diese Maßnahme gilt als Suchtprävention für jene Mutter. Die Autorin selbst ist bereits süchtig und weigert sich, einen Entzug zu machen.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Wer sagte, der Winter sei rum?

Beim vorletzten Weihnachtswichteln im grünen Forum hatte ich die beste Mütze der ganzen Welt bekommen.  Sie war einfach perfekt: warm, groß genug, dass die Haare drunter passen, lila und mit Öhrchen. Ich habe diese Mütze geliebt. Moment..... habe? Vergangenheit?
Genau, denn vor ein paar Wochen hat sie mir ein ganz übler Zeitgenosse offensichtlich geklaut. Ich war einkaufen, habe sie beim Betreten des Ladens ausgezogen, hatte sie beim Bezahlen neben mich auf den Tresen gelegt und beim Rausgehen stelle ich fest, sie ist weg. An der Kasse ist sie nicht liegen geblieben und im ganzen Laden war sie nicht aufzufinden. Muss der "nette" Mensch nach mir eingesteckt haben. Mögen ihm oder ihr dafür die Finger abfaulen!

Ich war tagelang geknickt und habe mich mit meinen anderen (doofen) Mützen rumgeschlagen. Aber hilft ja alles nichts, kalte Ohren sind blöd, doofe Mützen auch, da musste wieder etwas Vernünftiges her.

Auch lila und groß genug, dass sowohl Haare als auch Ohren drunter passen, aber nicht nur ohne Öhrchen, sondern auch lange nicht so warm -.- Aber mit Blümchen und wenigstens ein kleiner Trost.
Und sie hat Mount Wolle um 100g schrumpfen lassen.

Die Handschuhe sind im Übrigen auch selbst gestrickt, dazu gibt's dann irgendwann demnächst mehr, die kommen nämlich mit Anleitung und die will erstmal leserlich gemacht werden xD

Montag, 4. Februar 2013

Projekt 52: Zwischenstand Januar

Zugegeben, wir haben schon Februar, aber ich bin bisher nicht dazu gekommen.

Erfolgreich erledigt:
16) Wollvorräte sichten
22) Bilderrahmen für Papa basteln

Angefangen:
2) Küchenschublade organisieren (ich muss noch eine Aufhängevorrichtung für Pfannenweder und Co an die Wand bohren, aber immer, wenn wir die Zeit dazu haben ist es nach acht oder Sonntag...)
13) Schminkregal aufräumen und strukturieren (das Regal ist Anfang des Jahres einer Kommode gewichen, aber mit der Aufbewahrung meiner Schminkutensilien bin ich noch alles andere als zufrieden)
18) Topflappen häkeln (one done, one to do)

Dazu gekommen:
43) schöne Tasche für die KnitPro Nadeln nähen
44) Katzenkissen aus Flos alter Jacke nähen

Gestrichen:
5) neuen Schreibtisch bauen (Ich habe bei Ikea was gesehen, was nicht nur ziemlich genau das ist, was ich will, sondern auch um einiges günstiger und unkomplizierter als der Selbstbau ist. War nur leider beim letzten Besuch ausverkauft -.- )

Irgendwie ernüchternd. Ich sollte mich drangeben, die angefangenen Sachen fertig zu stellen, das schafft schnelle Erfolgserlebnisse. =)

Freitag, 1. Februar 2013

Jetzt gibt's was auf die Pfoten

Die ersten Gramm Wolle aus dem Vorrat sind bereits in ein Paar warme fingerlose Handschuhe umgewandelt worden. 

Einfach nach Gutdünken ohne Anleitung drauf los. Ging erstaunlich gut und die Ribbelei hielt sich auch in Grenzen. Einige wenige Folgen Supernatural später waren sie auch schon fertig, und konnten dem ersten Test auf Herz und Nieren unterzogen werden (Es hatte geschneit. Und es war kalt. A****kalt.) 


Der Hersteller schlug vor, die Wolle mit Nadelstärke 8-9 zu stricken. Mein dickstes Nadelspiel hat Stärke 6.  Es strickte sich zwar etwas sperrig und das Ergebnis ist ein wenig fester und steifer als ich es normalerweise mag, aber dadurch pfeift kein Wind durch die Handschuhe und sie sind muckelig warm, obwohl sie keine Finger haben. Mission erfüllt, würde ich sagen :)


Und so schauen sie angezogen aus. Stilecht präsentiert vor bestem bergischen "Winter"wetter: 
 

"Wir haben die ganzen und ihr die halben Kugeln."


Diesen Satz kennt doch sicher jeder, der mal Billard spielen war, oder?
Das ist das Februar Foto aus dem Kalender. Die Lichtverhältnisse haben mich und den Weißabgleich der Kamera bald wahnsinnig gemacht. Entweder die Farben waren kräftig und satt oder das Weiß war weiß. Beides ging nicht. Daher habe ich das Bild kurzerhand in Schwarzweiß umgewandelt und nur die bunten Kugeln hinterher wieder bunt gefärbt. Da ist das gelbliche Weiß zu verschmerzen. Irgendwie zumindest....